Zur Geschichte unserer Schafzucht:

Im Jahr 2002 Begann unsere Schafzucht mit Herdbuchtieren der Rasse Ostpreußische Skudden. Die Skudden sind ein sehr anspruchsloses Schaf und wie ich denke für den Einsteiger eine tolle Schafrasse. Wenn man das Schaf jedoch als Nutztier betrachtet, so gehört zu dieser Rasse sehr viel Enthusiasmus dazu. Wir schlachteten unsere Lämmer mit ca. 8 – 10 Monaten und hatten einen Schlachtkörper um 10 kg.

2008 beschlossen wir, den Umstieg zu einer Schafrasse, die auch kommerziell vermarktungsfähig ist. Da ich aus einer Metzgerfamilie stamme, war es für mich wichtig eine Schafrasse zu nehmen die in der Lage ist Premiumlämmer zu erzeugen und dabei noch schön anzusehen ist. So kamen wir zum Suffolkschaf.

2008 bekamen wir unsere ersten Suffolks. Es waren Tiere die dem „Deutschen Typ“ entsprachen. 2009 suchten wir einen neuen Zuchtbock für unsere Herde. Wir besuchten viele Züchter im In- und Ausland und stießen dabei auf einen englischen Bock der wesentlich stärker bemuskelt war wie die anderen zuvor gesehenen. 2010 kauften wir die ersten rein englisch/schottisch gezogenen Tiere bei Herr Haccou (Specop Suffolk) in Holland. Anfänglich war ich noch hin und hergerissen mit welchem „Typ“ Suffolkschaf ich weiterzüchten soll. Der „Deutsche Typ“, größer und für das Laienauge imposanter, oder der „Englische Typ“, kleiner aber sehr gut bemuskelt?

2010 flog ich nach England und besuchte mehrere Schafzüchter. Einer von ihnen sagte: „Wenn ich wert auf Schlachtkörper lege, so soll ich doch von beiden Schaftypen ein Lamm schlachten und den Metzger entscheiden lassen, welches er bevorzugt.“ Gesagt getan, die Entscheidung viel klar für den „Englischen Suffolk“. Er war in den Keulen stärker und hatte insgesamt weniger Fett. Dies veranlasste uns 2011 fünf Jährlinge aus England zu importieren. Wir wählten einen Züchter der seine Suffolks im „High Index Bereich“ züchtet. Bis heute sind wir Richard Garner mit seiner Ortum-Suffolkzucht sehr dankbar, dass er uns sehr leistungsfähige und schöne Tiere verkauft hat.

Wir wählten bewusst Tiere aus dem High-Indexbereich aus, da in England wie auch bei uns, die Zuchtrichtungen in zwei Richtungen gehen. Die eine Richtung geht auf Show und die andere auf hohe Indexwerte. Bei der „Showlinie“ wird sehr stark auf „männlich“ wirkende Böcke geachtet was zu sehr massiven Gliedmaßen und zu sehr schweren Köpfen führt. Die Indexlinie ist bedacht auf hohe zunahmen der Lämmer bei allerbesten Schlachtkörpern.

Aktuell züchten wir nur noch mit den „englisch/schottischen- Linien“ weiter. Wir sind bemüht Tiere zu züchten, die hohe Tageszunahmen haben bei gleichzeitig bester Bemuskelung und geringem Fettansatz. Dabei legen wir großen Wert auf gute Keulen und starken Rücken. Ferner achten wir, dass die Tiere auf gutem Fundament stehen.

Unser Bestand beinhaltet nur Tiere mit Genotyp 1 (ARR/ARR). Alle Tiere wurden zwei Jahre in folge auf Pseudotuberkulose untersucht und sind frei. Unser Bestand ist Maedi unverdächtig und wird jährlich untersucht. Das selbe gilt auch für unsere Tiere, die wir zukaufen.

Uns ist sicher bewusst, dass wir mit unserem geringem Tierbestand keine großen Selektionsmaßnahmen treffen können. Deshalb greifen wir laufend auf die Englische Selektion zurück, dort werden jährlich ca. 30 000 Suffolklämmer im Index bewertet. Aus diesen kauften wir nur unter den 5% der besten Tiere.

Weitere Infos zu den Selektionskriterien der Engländer finden Sie unter der Rubrik „Index UK“.

 

Ein Bock aus der UK- Indexlinie                                         Ein Bock aus der Deuschen Linie